Winterspaß im Sorpesee

Aufbruch
Wir trafen uns um kurz vor 10:00 Uhr bei Henning. Der Himmel war grau, doch es hatte wenigstens zu regnen aufgehört. Schnell packten wir die Ausrüstung in den Bulli, so dass wir pünktlich loskamen. Kaum hatten wir das Paderborner Land verlassen, riss die Wolkendecke auf und die Sonne zeigte ihr Gesicht – das tat gut.

Der See
Nach etwas über einer Stunde Fahrt erreichten wir Sundern im Sauerland und nach kurzer Suche fanden wir den Parkplatz, der zu dem Campingplatz des Sorpersees (Wintertauchplatz) gehört. Hier lag noch überall Schnee. Der Weg zum Ufer war zuweilen glatt.

Friedlich lag der Stausee vor uns. Eine Schar Wasservögel flog auf und durchbrach kreischend die Stille. Es war kalt, doch der See war eisfrei.

Wir meldeten uns in der Tauchbasis an. Jeder erhielt eine Nummer, die er bei Beginn und Ende des Tauchgangs hier melden sollte.

Schnell war die Ausrüstung angelegt. Henning hatte seinen wärmsten Unterzieher angezogen, was sich noch als sehr weise Entscheidung erweisen sollte.

Tauchgang
Die Route des Tauchgangs ergab sich aus der Struktur des Sees. Vom Ufer her ging es flach abwärts bis auf ca. 11 m Tiefe. Bei ausgesprochen guter Sicht passierten wir ein Feld Armleuchteralgen. Die Fische hatten sich wohl einen wärmeren Platz gesucht…

Nach ca. 100 m Entfernung zum Ufer erreichten wir die Steilwand. Wir gingen rechts an ihr entlang auf eine max. Tiefe von 31 m. An riesigen schroffen Felsen klebten vereinzelte Muschelkolonien.

Kalte Finger
Von meinen Fingerspitzen zog die Kälte zu meinen Armen hoch und setzte mir zu. Offenbar waren meine Handschuhe für das durchweg 4 ° kalte Gewässer nicht ausgelegt. So zeigte ich Henning „Mir ist kalt“. Er grinste mich durch seine Maske an, und gab zu verstehen, dass ihm zu warm sei, dann drehten wir um.

Auf dem Rückweg zum Einstieg begegneten uns noch ein paar Krebse.

Es dauerte etwas, bis ich wieder auf Betriebstemperatur war. Ich schälte mich aus dem Trocki und setzte meine schöne orange Mütze auf.

Wir verstauten wieder alles, dann hieß es Essen fassen: Im Imbiss des Sees sorgten frische Bratkartoffeln für ein wohlig warmes Bauchgefühl.

Der Wintertauchplatz des Sorpesees ist immer wieder eine Reise wert.

 

Fotos: Heiner Düsterhaus

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