Mein erster Tauchgang

Wer Taucher sein will, muss viele Hürden meistern: An freien Tagen früh aufstehen, das Schleppen und Beisammenhalten der schweren Ausrüstung, das Tetris spielen mit der Ausrüstung im Kofferraum beherrschen, den Kampf mit dem Neoprenanzug gewinnen, der Kälte trotzen.

Dass sich das alles wirklich lohnt, durfte ich bei meinem ersten Tauchgang im Freiwasser endlich erfahren.

Es ging zum See im Berg in Messinghausen, wo ich mit Tauchlehrer Ollo an meiner Seite die Unterwasserwelt erkunden durfte.

Der Blick ins tiefe Blau
Schon beim ersten Blick von der Wasseroberfläche in die Tiefe war ich überrascht, wie weit man sehen konnte.

Nach dem Abtauchen legte sich die erste Aufregung schnell, als ich die ersten Fische entdeckte. Wir konnten außerdem einen versunkenen Kleinbus aus der Nähe erkunden und haben ein versunkenes Boot tief unter uns liegen sehen.

Das Tarieren war anspruchsvoll und erforderte meine volle Konzentration. Deshalb erkannte ich Marius und André, die kurz nach uns gestartet waren, erst, als sie direkt neben mir waren.

Obwohl ich am liebsten noch lange nicht aufgetaucht wäre, musste ich mir irgendwann eingestehen, dass ich anfing zu frieren und der Tauchgang sich dem Ende neigen sollte.

Bei Tee und Keksen konnten wir uns in der Sonne aufwärmen und über den ersten Tauchgang austauschen.

Wieder aufgewärmt ging es dann ein zweites Mal ins Wasser. Ich übte das Tarieren und bemerkte schon erste Verbesserungen.

Am Ende des Tages konnte ich stolz meine ersten zwei Einträge ins Logbuch schreiben: 2 x knapp 30 Minuten Tauchzeit, maximale Tiefe 12 m, Wassertemperatur 11 ° C.

Ich freue mich schon darauf, besser zu werden und mehr Routine zu bekommen, um meine Umgebung unter Wasser in Zukunft noch intensiver erkunden zu können.

Fotos: Marius Schuff

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