Vereinsfahrt 2019 – Makadi Bay

Dienstag, 15. Oktober 2019
Wir treffen uns gegen 9:30 Uhr am Flughafen Paderborn-Lippstadt. Um 12:10 Uhr startet unser Flugzeug nach Ägypten. Eine Woche Vereinsfahrt liegt vor uns. Alle sind guter Dinge und freuen sich auf das, was in den nächsten Tagen auf uns zukommen wird.

Nach einem angenehmen Flug landen wir gegen 16:55 Uhr in Hurghada. Für die meisten von uns ist bereits ein Visum beantragt worden, aber auch die anderen werden recht schnell durchgelotst.

Es ist schon dunkel in Hurghada, während der Transferfahrt zum Hotel sehen wir nicht sonderlich viel. Endlich im Hotel angekommen, bekommen alle flott ihre Zimmer zugewiesen. Wir machen uns kurz frisch und treffen uns zum Abendessen.

Ollo Heß

Mittwoch, 16. Oktober 2019
Nach ausgiebigem Frühstück treffen wir uns um 9:00 Uhr das erste mal beim Piano Diving Center. 

Unsere Optionen sind:

  • ein Tauchgang mit dem kleinen Boot am Morgen
    oder
  • raus mit dem großen Boot am Nachmittag.

Martin überzeugt uns von letzterem.

Damit haben wir unerwartet morgens frei und können erst einmal die Hotelanlage in Augenschein nehmen.

Am Strand ist das Wasser flach, doch über die Pier gelangt man direkt zum Hotelriff. Wer eine Maske dabei hat, beäugt gleich mal die üppige Unterwasserlandschaft. Allen anderen bleibt noch die schöne Poollandschaft mit der Bar im Wasser.

Check Dive
Um 13:30 Uhr geht es dann zum Tauchplatz Ras Diba zum Check Dive. In mehreren Gruppen sind wir alle mit mehr oder weniger Problemen an den Start gekommen. Von einigen wird die erste Muräne gesichtet und ein farbenprächtiger Blaupunktrochen schwebt dahin.

Leonie taucht zum ersten Mal im Roten Meer. Voller Begeisterung berichtet sie von Strahlenfeuerfisch, Rotmaulzackenbarsch, Sechs-Streifen-Seifenbarsch, Großaugenbarsch, Langnasenkorallenwächter, Bengalen-Schnapper und weitere.

Insgesamt haben wir mehr erlebt, als von einem Check Dive zu erwarten ist… ein guter Start!

Robert Polnau

Donnerstag, 17. Oktober 2019
Tauchen und Ausbildung lautet auch auch das Motto dieser Vereinsfahrt. Am Sharm Rashee nutzt eine Tauchgruppe das Drop Off und lässt sich bis auf 43 m Tiefe fallen. 

Auch hier ist das Wasser klar, warm (28 ° C) und erstaunlich hell. Marius und Erik üben den Aufstieg unter Wechselatmung. Gelegenheit, die Korallen zu betrachten bleibt dennoch.

Strahlend kommen nach und nach alle Taucherinnen und Taucher wieder an Bord. 

Für den 2. Tauchgang des Tages steuern wir Sharm el Arab an. Das Meer schimmert in den schönsten Blau- und Türkistönen. 

Die Unterwasserwelt ist bunt, im Korallengarten spielen Zitronen-Diskusfische miteinander.

Im Rahmen der Ausbildung für den AK Gruppenführung führt Erik die Gruppe von Robert und Ollo. Der Guide der anderen Tauchgruppe macht seine Mittaucher auf eine Schildkröte aufmerksam.
Erik, Robert und Ollo verpassen die Schildkröte, doch aus dem tiefen blau nähert sich ihnen etwas. Vielleicht noch eine Schildkröte?

Langsam, mit weiten, kraftvollen Schwingen kommt er näher, bemerkt uns, dreht kurz ab, wird neugierig kehrt um, kommt erneut auf uns zu, um schließlich, nach oben hin wegzuziehen und wieder zu verschwinden – ein Adlerrochen.

Unsere Nichttaucherinnen Michaela und Elisa genießen derweil ihre Zeit an Land, indem sie sich das komplette Welness Programm gönnen: Peeling, Ganzkörpermassage, …

Freitag, 18. Oktober 2019
Heute müssen wir auf Leonie verzichten. Sie liegt mit Schüttelfrost im Bett, fühlt sich nicht wohl.

Wir fahren mit dem Boot zum Abu Hashish. Anfangs sollte hier ein Drifttauchgang stattfinden, doch wir haben umdisponiert. Laura hat ihre Seekrankheit überwunden und hüpft fröhlich auf dem Boot herum. Die Vorfreude auf ihren ersten Tauchgang im Roten Meer strahlt nur so aus ihr heraus. Unglaublich, was wir alles zu sehen bekommen: Einen Blaupunkt-Rochen, eine Muräne, einen Flötenfisch und natürlich unzählige kleine bunte Fische.

Für den zweiten Tauchgang steuern wir Ras Diba Pinacle an. Erneut darf Erik seine Gruppenführungsfähigkeiten beweisen. Zusammen mit Marius, Nikolas und Ollo kommen sie zumindest zu einem der beiden Pinacles. Doch dafür begegnen sie einer großen Muräne, die in einem Felsenloch auf sie wartet.

Samstag, 19. Oktober 2019
Sharm Rashee Pinacle

Auf die Dauer erschlagen einen Taucher diese vielen Farben unter Wasser. In deutschen Seen haben wir eine Farbe, grün, das reicht völlig aus. Immer nur bunte Korallen, Fische, Sichtweiten weit über 3 m hinaus, nee, nee, nee, das hält man doch nicht aus… oder doch?

Ras Abdala

„Normalerweise kommt die Strömung von Norden“, sagte unser Guide… diesmal nicht. Der Hinweg gestaltete sich ausgesprochen einfach, doch zurück zum Boot durfte sich die Tauchgruppe ganz schön abstrampeln. Gut, dass wir alle regelmäßig trainieren 🙂

Sonntag, 20. Oktober 2019

El Malak

Am Tauchplatz Abu Hashish wartet eine Rettungsübung auf einzelne DTSA**-Anwärter. In Neopren und nur mit ABC-Ausrüstung dürfen sie ca. 100 m durch die Wellen schwimmen und schließlich einen bewusstlosen Taucher retten.

Das reine Retten schaffen Robert und Erik mühelos. Schwieriger wird es, den geretteten über die Leiter an Bord zu bringen. Beide sind ziemlich am Keuchen. 

Unsere beiden Nixen – Laura und Leonie – schauen feixend zu, bevor sie zum Schnorcheln ins Wasser springen.

Zur Belohnung wartet noch ein herrlicher Tauchgang auf die DTSA**-Probanden.

Montag, 21. Oktober 2019
Es ist sehr viel los, heute am Tauchplatz Abu Hashish. Wer im Korallengarten einmal falsch abbiegt, verlängert den Tauchgang unfreiwillig. Hier zeigt sich, wofür die 50 Bar Reservedruck in der Tauchgasflasche gedacht sind. Nach 64 Min. Tauchzeit kommt auch die letzte Gruppe wieder an Bord. 

Dienstag, 22. Oktober 2019
Schon wieder ist eine Woche und damit auch schon bald die Vereinsfahrt zu Ende.

Wir packen die gespülte und (fast) trockene Ausrüstung ein und bedanken uns bei Menem, dem Chef von Piano Divers

Wir dürfen zwar nicht mehr tauchen, aber das Meer lockt uns. Schnell schnappen wir die ABC-Ausrüstung, um im Hausriff zu schnorcheln. 

Elisa freut sich über den Blaupunkt Stachelrochen, der sich im Sand versteckt. 

Leonie entdeckt dabei sogar 2 Krokodilfische. 

Fazit von Marius: „Wir hatten nicht nur erfolgreiche Übungstauchgänge für Brevet, sondern können auch den 600. TG von Christel am 19.10. Und von Viola den 200. TG am 21.10. feiern.“

Heimreise
Die Koffer und Taschen sind gepackt und warten auf den Bus, der uns zum Airport von Hurghada bringt. 

Während des Transfers gibt sich der Begleiter von TUI alle Mühe, uns mit Informationen zu versorgen. Die Warnung vor den Gepäckträgern am Flughafen ist berechtigt. Elisa hat dennoch keine Chance sich allein einen Gepäckwagen zu holen. 5 EUR Trinkgeld fordert der junge Mann… er bekommt etwas weniger und prompt lässt er uns stehen. 

Sicherheit wird hier sehr groß geschrieben. Zum Glück hat diesmal niemand aus unsere Gruppe Schmauchspuren an Kleidung oder Körper. Eine Tauchlampe muss noch einmal genauer in Augenschein genommen werden, der Rest passiert die Sicherheitskontrollen ohne Probleme.

Nach der Passkontrolle fordert doch tatsächlich ein Sicherheitsangestellter Geld von einigen: „You have tip? Give me money!“
Ganz schön frech! Er bekommt nichts…

Während wir auf unseren Heinflug warten, bekommen einzelne ein wenig Hunger. Die Preise am Flughafen sorgen schnell dafür, dass ihnen der Appetit wieder vergeht.

Überpünktlich besteigen wir das Flugzeug. Nach knapp viereinhalb Stunden landen wir gegen 23:10 Uhr wieder in Paderborn. Schnell noch mal Drücken und Verabschieden, dann trennen sich unsere Wege.

Allen Beteiligten hat die Vereinsfahrt sehr gefallen. Hier passte einfach das Gesamtkonzept. Alle kamen gut miteinander aus, genossen angenehme Abende zusammen in der Hotelbar. Wir haben viel erlebt, über und unter Wasser.

Ollo Heß


Und das sagen unsere Nixen
Jeden Morgen früh aufstehen zu müssen, und das in den Herbstferien, war schon schmerzhaft.
Aber als Belohnung dafür warteten viele schöne bunte Fische auf uns unter Wasser. Unglaublich diese Korallen.
Auf dem Boot sind alle super hilfsbereit und nett zu uns gewesen. Manchmal war es ja gar nicht so einfach, bei dem schaukelnden Schiff, die Ausrüstung zusammen zu bauen, oder nach dem Tauchen bei den Wellen wieder aus dem Wasser zu kommen.
Wir sollten wegen des Stickstoffs ja immer nur einen Tauchgang pro Tag machen. So hatten wir auch Zeit für uns, konnten mal Schnorcheln, oder einfach in den Wellen planschen.

Das Hotel hat uns ebenfalls gut gefallen.
Laura: „So ein großes Zimmer für mich allein.“
Leonie: „Ja, und ich hab in der Sonne Volleyball gespielt!“

Ob es uns gefallen hat? Ja, ja, ja… 🙂

Leonie Polnau und Laura Heß


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