Tauchen statt Training (Sommerferien Teil 3)

Der Möhnesee bleibt die feste Instanz bei unseren Dienstagsausflügen. Dieses Mal machten sich Marius, Bert und Erik auf den Weg.
Unter der Gruppenführung von Erik wurde sich auf den Weg zur Eiche gemacht. Temperatur und Sicht blieben ähnlich zur vergangenen Woche, man sah die Sprungschicht sehr deutlich und ab 8 Metern war die Sicht akzeptabel.

Aal im Möhnesee
Aal im Möhnesee

Gleich zu Beginn und auch noch einmal am Schluss zeigten sich Aale und hatten Interesse abgelichtet zu werden. Im weiteren Verlauf zeigten sich größere und kleinere Fische aller Arten. Scheinbar hat sich die Ankunft der Padertaucher jeden Dienstag herumgesprochen.

Bert im Freiwasser
Bert im Freiwasser

Fotos: Marius Schuff

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Tauchen statt Training (Sommerferien Teil 2)

Nachdem der Möhnesee sich vorherige Woche schon als schönes lokales Ziel angeboten hat, fuhren dieses Mal gleich sechs Padertaucher gemeinsam zum See.

Aufgeteilt in zwei Gruppen planten die Taucher ihre Tauchgänge. Bei Andre führte Ollo die Ausbildung zum zukünftigen DTSA** fort. Er versuchte sich als Gruppenführer von Martin und Ollo und man konnte sich nach dem Tauchgang nicht sicher sein, ob die Schweißperle auf der Stirn von den herausfordernden Aufgaben oder den warmen 20° Grad Wassertemperatur kam.

Die zweite Gruppe führte Max und lies Marius und Erik die kleinen Sehenswürdigkeiten des Möhnesees sehen. Aufgrund der angenehm ruhigen Art des Tauchgangs gab es genug Zeit für Marius zu fotografieren und die Natur zu beobachten. Man hatte das Gefühl, dass die Fauna nach letzter Woche ein wenig Scheu abgelegt hat.

Fotos: Marius Schuff

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Tauchen statt Training (Sommerferien Teil 1)

Aufgrund der jährlichen Trainingspause des Dienstagstrainings in der Schwimmoper für einige Wochen, machen sich die Mitglieder Gedanken über ein Alternativprogramm.

Für den Start sorgten Andre und Sven am 28. Juni.
Oberhalb von 8 Metern war die Temperatur schon sehr warm, jedoch noch recht trüb. Bei guter Sicht unterhalb von 8 Metern und 10 Grad Wassertemperatur erkundeten die beiden den Möhnesee. Die Tierwelt war zu dem Zeitpunkt noch schüchtern, jedoch hatten beide ihre Freude am Tauchgang.

Andre und Sven am Möhnesee
Andre und Sven am Möhnesee
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Jahreshauptversammlung 2022

Bei der heutigen Jahreshauptversammlung der Unterwassersportabteilung im TV 1875 Paderborn e. V. äußerte der Abteilungsvorsitzende Ollo Heß seinen Dank gegenüber den ehrenamtlich tätigen Vorstandsmitgliedern, sowie auch den Tauchausbildern.

Ferner würdigte er das Engagement der Mitglieder, die losgelöst von ehrenamtlichen Titeln Vereinsausflüge organisieren, oder auch einfach mit helfender Hand zur Stelle sind.

Neben den Wahlen des Vorstands, wobei der alte Vorstand einstimmig zum neuen Vorstand gewählt wurde, fand sich Erik Lange als motiviertes Mitglied, um zukünftig die kommissarische Leitung des Ressorts Öffentlichkeitsarbeit und Internet zu übernehmen.

Eine besondere Freude für den Vorstand war es, Hans-Gerd Schäfers für 40 Jahre Vereinsmitgliedschaft zu ehren.

Der Abteilungsvorsitzende Ollo Heß (stehend links) dankt im Namen des gesamten Vorstands Hans-Gerd Schäfers (stehend rechts) für 40 Jahre engagierte Mitgliedschaft.
Unten sitzend: Michaela Schuff (Ressortleitung Feste und Feiern)

Foto: Gabi Kuckling

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Tauchwochenende am Kulkwitzer See (Leipzig) vom 29.04.2022 – 01.05.2022

Es ist Freitag Nachmittag gegen 16 Uhr als sich auch die letzten, vorangemeldeten Padertaucher am Kulki einfinden und ihre hölzerne Blockhütte beziehen.

Nun gilt es, keine Zeit mehr zu verlieren und schnell den Weg Richtung See zu finden.

Also kurz bei Marius und Robert, die schon einen Tauchgang hinter sich haben, erkundigt, welche Unterwasserroute denn zu empfehlen ist und los geht’s.

Anreise Kulkwitzer See Blockhütte
Kulkwitzer See Einstieg E3

Der erste Tauchgang führt uns ab Einstieg 3 auf einem Kurs von 270° genau zwischen den seitlichen Begrenzungstonnen hindurch in den See hinaus. Zur Begrüßung schwimmen mehrere große Karpfen in Ufernähe neugierig um uns herum und beobachten aufmerksam unser Verhalten.

Nach einigen Minuten treffen wir in ca. 5 m Tiefe auf ein Gerüst mit Plattform für den Übungsbetrieb. Wenige Minuten in die gleiche Richtung weiter getaucht sehen wir in ca. 20 m Tiefe ein noch deutlich größeres Gerüst aufgebaut, an das mehrere Plattformen angebracht sind und welches mit einem Militärnetz umspannt wurde. Dieses Objekt gilt es näher zu inspizieren, sodass wir uns dort eine ganze Weile aufhalten, bevor es auf den Rückweg geht. Nach ca. 40 min bei guter Sicht und neuen Eindrücken, kommen wir gut gelaunt wieder aus dem See und widmen uns sogleich der Planung des Abendessens.

Ausführlich gestärkt und unter Einhaltung der Oberflächenpause überkommt uns das Gefühl, dass auch ein Dämmerungstauchgang eine gewinnbringende, weitere Option für den Abend wäre.

Kurzerhand bilden wir zwei Tauchgruppen und steigen erneut bei E3 in den See um dieses Mal die Graswiesen und ihre Bewohner genauer zu erkunden. Ein stattlicher Hecht nimmt uns nach einigen Minuten in südwestlicher Richtung genauer unter die Lupe und überlegt, ob wir wohl eine lohnende Mahlzeit für ihn wären. 😉

Wir betrachten noch einige Krebse und kleinere Fischschwärme und kommen nach einem 50-minütigen und eher flachen Tauchgang aus dem Wasser, um nach wenigen Augenblicken auch die zweite Tauchgruppe in Empfang zu nehmen.

Vorbereitung des kulinarischen Dinners

Glücklich und müde räumen wir unsere Tauchausrüstung zusammen und trinken in der Blockhütte noch ein Dekobier- vielleicht waren es auch zwei.

Am Samstagmorgen starten wir den Tag zunächst mit einem ausführlichen Brötchen-Frühstück auf der Terrasse in der Sonne. Heute soll eine neue Einstiegsstelle erforscht werden, die eine kleine Autofahrt zu Einstieg E2 notwendig macht.

Theoretische Ausarbeitung des Auto-Beladungsplanes
oder: 3 Leute stehen dumm herum während einer schuftet.

An E2 werden wir von einem sehr netten Tauchbasenbetreiber in Empfang genommen, der uns zunächst die örtlichen Gegebenheiten näher erläutert und uns seine Räumlichkeiten sowie die Füllstation zur Verfügung stellt.

Frisch mit Luft versorgt, gebrieft und aufgerödelt geht es nun also in den See mit dem Ziel ein kleines Flugzeug (Piper) ausfindig zu machen. Das Flugzeug haben wir zwar nicht gefunden, dafür aber verschiedene Plattformgerüste, Graswiesen, sandige Unterwasserformationen und diverse Steine, Schienen, Loren, Tonnen und auch einige Seebewohner. Ein toller Tauchgang mit abermals guter Sicht, den wir nach 68 Minuten beendet haben.

Kaum an der Basis angekommen, kommt uns schon der Basenleiter mit heißem Kaffee entgegen, sodass wir uns bei einem Heißgetränk in der Sonne etwas erholen können.

Auch ein zweiter Tauchgang ist für diesen Tauchplatz angedacht, bei dem die südliche Seite des Einstieges betaucht werden soll. Es folgt ein sehr entspannter Tauchgang durch wilden Unterwasserbewuchs, Sandpisten und einige kleine Fischschwärme.

Ein fröhlicher Taucher in der Basis E2

Beim Abendprogramm gilt es nun verschiedenen Fraktionen gerecht zu werden. Während die eine Seite den Tag noch mit einem dritten Tauchgang vollenden möchte, ist der anderen Seite eher danach zu Mute, die Blockhütten zu bewachen.  

Zunächst findet aber ein gemeinsames Abendessen auf der Terrasse statt, bei dem italienische Spezialitäten wie Pizza und Calzone verköstigt werden.

Abstieg vom Parkplatz zum See

Nach einem erfolgreichen dritten Tauchgang und der ebenso erfolgreich durchgeführten Bewachungsaufgabe wird der Abend gemeinsam ausgeklungen und die Erlebnisse der Tauchgänge besprochen.

Einstieg E3: Die Sonne zeigt uns den Weg in den See hinaus

Am Sonntagmorgen gönnen wir uns zunächst ein ausgiebiges Frühstück, um uns dann neue Ziele für den Tag zu setzen. Heute möchten wir alle nochmal einen Abschlusstauchgang an E3 machen und die Barkasse, ein altes Pilot-Boot zu finden. Da wir diesen Tauchplatz nun schon „kennen“, gelingt uns dieses auch auf Anhieb, sodass wir genügend Zeit haben die Barkasse von allen Seiten zu betauchen und auch die kunstvollen Stahlaufbauten im Inneren durch die Bullaugen von außen zu begutachten.

Insgesamt haben wir ein tolles, abwechslungsreiches und entspanntes Tauchwochenende am Kulki verbracht bei dem das sonnige Wetter mitspielte, die Sicht gut war und wir einen neuen See erkunden konnten.

Da sollten die Padertaucher auf jeden Fall nochmal hinfahren 😊

Fotos: Sven Machetanz, Maius Schuff

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Tauchen am Sorpesee Wintertauchplatz

Trotz eines Wasserstandes von 9 m unter Vollstau ist am Wintertauchplatz des Sorpesees immer noch genügend Wasser für einen Tauchgang mit Tiefgang – wenn man das Wasser erst mal erreicht hat.

Ankunft bei Hochnebel und -5°C, aber die Hoffnung auf Sonnenschein ist groß und so brechen die ersten Sonnenstrahlen durch den Hochnebel, als wir in unseren Anzügen stecken. Auf dem Weg zum Wasser genießen wir den herrlichen Ausblick über den See.

Unterwasser empfängt uns klares Wasser und sehr gute Sicht. Die Sonne lässt die Laichkrautwiesen in sattem Grün strahlen. Überall wimmeln kleine Tiere. Flusskrebse versuchen eine der vielen Muscheln zu knacken. In 8 m Tiefe kommen wir zur Steilwand und lassen uns langsam in die Tiefe gleiten. Interessante Felsformationen wechseln sich mit Sedimenthängen ab.

Grundeln liegen am Grund und possieren für die Fotografen. Bei uns ist für heute bei 20 m Schluss. Wir machen uns auf den Rückweg und genießen die Lichtspiele im 5 m Bereich. Bei aktuell 10°C Wassertemperatur ist uns Dank unserer Trockentauchanzüge und mehrlagigen Unterziehern nach 46 Min. Unterwasser immer noch angenehem warm.

Trotzdem beenden wir für heute unseren Aufenthalt im warmen Nass (im Vergleich zur Lufttemperatur), denn wenn es am Schönsten ist soll man ja bekanntlich aufhören.

Fotos: Marius Schuff

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Mein erster Tauchgang

Wer Taucher sein will, muss viele Hürden meistern: An freien Tagen früh aufstehen, das Schleppen und Beisammenhalten der schweren Ausrüstung, das Tetris spielen mit der Ausrüstung im Kofferraum beherrschen, den Kampf mit dem Neoprenanzug gewinnen, der Kälte trotzen.

Dass sich das alles wirklich lohnt, durfte ich bei meinem ersten Tauchgang im Freiwasser endlich erfahren.

Es ging zum See im Berg in Messinghausen, wo ich mit Tauchlehrer Ollo an meiner Seite die Unterwasserwelt erkunden durfte.

Der Blick ins tiefe Blau
Schon beim ersten Blick von der Wasseroberfläche in die Tiefe war ich überrascht, wie weit man sehen konnte.

Nach dem Abtauchen legte sich die erste Aufregung schnell, als ich die ersten Fische entdeckte. Wir konnten außerdem einen versunkenen Kleinbus aus der Nähe erkunden und haben ein versunkenes Boot tief unter uns liegen sehen.

Das Tarieren war anspruchsvoll und erforderte meine volle Konzentration. Deshalb erkannte ich Marius und André, die kurz nach uns gestartet waren, erst, als sie direkt neben mir waren.

Obwohl ich am liebsten noch lange nicht aufgetaucht wäre, musste ich mir irgendwann eingestehen, dass ich anfing zu frieren und der Tauchgang sich dem Ende neigen sollte.

Bei Tee und Keksen konnten wir uns in der Sonne aufwärmen und über den ersten Tauchgang austauschen.

Wieder aufgewärmt ging es dann ein zweites Mal ins Wasser. Ich übte das Tarieren und bemerkte schon erste Verbesserungen.

Am Ende des Tages konnte ich stolz meine ersten zwei Einträge ins Logbuch schreiben: 2 x knapp 30 Minuten Tauchzeit, maximale Tiefe 12 m, Wassertemperatur 11 ° C.

Ich freue mich schon darauf, besser zu werden und mehr Routine zu bekommen, um meine Umgebung unter Wasser in Zukunft noch intensiver erkunden zu können.

Fotos: Marius Schuff

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Tauchen im Kreidesee

Das Wochenende vom 25. – 27.09.2020 verbrachten wir am Kreidesee in Hemmoor. Der kleine Ort Hemmoor ist unter Tauchern natürlich bekannt und liegt im hohen Norden in der Nähe von Cuxhaven. Im Laufe des Freitags machten sich daher 11 Taucher/-innen auf den ca. 4 stündigen Weg Richtung Norden.

Nach der Ankunft bezogen wir zunächst die beiden Ferienhäuser direkt in der Nähe des Sees. Schon bald machten sich die ersten Taucher auf Richtung See und erkundeten die vielfältige Unterwasserwelt – denn der See hat einiges zu bieten. In dem ehemaligen Tagebau mit Zementfabrik befinden sich versenkte Boote, Autos und Wohnwagen, Rohrleitungen und vieles mehr. Ein Highlight ist definitiv der Rüttler ab einer Tiefe von 20 Metern – eine Plattform mit LKW, die den Betrieb zur Zeit des Kreideabbaus bis in die 1970er Jahre darstellt.

Außerdem absolvierten einige Taucher erfolgreich Übungen für die DTSA* und DTSA**-Ausbildung.

Abends ging es dann an beiden Tagen über zum gemütlichen Zusammensein. Wir tauschten unsere Erlebnisse aus, planten die nächsten Tauchgänge und hatten insgesamt eine schöne Zeit zusammen. Sogar ein Nachttauchgang konnte Samstagabend noch durchgeführt werden.

Am Sonntagmittag stand schon die Abreise vor der Tür. Nach einem bzw. zwei Tauchgängen am Vormittag wurde das ganze Gepäck wieder eingeladen und die Rückreise angetreten.

Fotos: Tobias Terfort

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Vereinsfahrt 2019 – Makadi Bay

Dienstag, 15. Oktober 2019
Wir treffen uns gegen 9:30 Uhr am Flughafen Paderborn-Lippstadt. Um 12:10 Uhr startet unser Flugzeug nach Ägypten. Eine Woche Vereinsfahrt liegt vor uns. Alle sind guter Dinge und freuen sich auf das, was in den nächsten Tagen auf uns zukommen wird.

Nach einem angenehmen Flug landen wir gegen 16:55 Uhr in Hurghada. Für die meisten von uns ist bereits ein Visum beantragt worden, aber auch die anderen werden recht schnell durchgelotst.

Es ist schon dunkel in Hurghada, während der Transferfahrt zum Hotel sehen wir nicht sonderlich viel. Endlich im Hotel angekommen, bekommen alle flott ihre Zimmer zugewiesen. Wir machen uns kurz frisch und treffen uns zum Abendessen.

Ollo Heß

Mittwoch, 16. Oktober 2019
Nach ausgiebigem Frühstück treffen wir uns um 9:00 Uhr das erste mal beim Piano Diving Center. 

Unsere Optionen sind:

  • ein Tauchgang mit dem kleinen Boot am Morgen
    oder
  • raus mit dem großen Boot am Nachmittag.

Martin überzeugt uns von letzterem.

Damit haben wir unerwartet morgens frei und können erst einmal die Hotelanlage in Augenschein nehmen.

Am Strand ist das Wasser flach, doch über die Pier gelangt man direkt zum Hotelriff. Wer eine Maske dabei hat, beäugt gleich mal die üppige Unterwasserlandschaft. Allen anderen bleibt noch die schöne Poollandschaft mit der Bar im Wasser.

Check Dive
Um 13:30 Uhr geht es dann zum Tauchplatz Ras Diba zum Check Dive. In mehreren Gruppen sind wir alle mit mehr oder weniger Problemen an den Start gekommen. Von einigen wird die erste Muräne gesichtet und ein farbenprächtiger Blaupunktrochen schwebt dahin.

Leonie taucht zum ersten Mal im Roten Meer. Voller Begeisterung berichtet sie von Strahlenfeuerfisch, Rotmaulzackenbarsch, Sechs-Streifen-Seifenbarsch, Großaugenbarsch, Langnasenkorallenwächter, Bengalen-Schnapper und weitere.

Insgesamt haben wir mehr erlebt, als von einem Check Dive zu erwarten ist… ein guter Start!

Robert Polnau

Donnerstag, 17. Oktober 2019
Tauchen und Ausbildung lautet auch auch das Motto dieser Vereinsfahrt. Am Sharm Rashee nutzt eine Tauchgruppe das Drop Off und lässt sich bis auf 43 m Tiefe fallen. 

Auch hier ist das Wasser klar, warm (28 ° C) und erstaunlich hell. Marius und Erik üben den Aufstieg unter Wechselatmung. Gelegenheit, die Korallen zu betrachten bleibt dennoch.

Strahlend kommen nach und nach alle Taucherinnen und Taucher wieder an Bord. 

Für den 2. Tauchgang des Tages steuern wir Sharm el Arab an. Das Meer schimmert in den schönsten Blau- und Türkistönen. 

Die Unterwasserwelt ist bunt, im Korallengarten spielen Zitronen-Diskusfische miteinander.

Im Rahmen der Ausbildung für den AK Gruppenführung führt Erik die Gruppe von Robert und Ollo. Der Guide der anderen Tauchgruppe macht seine Mittaucher auf eine Schildkröte aufmerksam.
Erik, Robert und Ollo verpassen die Schildkröte, doch aus dem tiefen blau nähert sich ihnen etwas. Vielleicht noch eine Schildkröte?

Langsam, mit weiten, kraftvollen Schwingen kommt er näher, bemerkt uns, dreht kurz ab, wird neugierig kehrt um, kommt erneut auf uns zu, um schließlich, nach oben hin wegzuziehen und wieder zu verschwinden – ein Adlerrochen.

Unsere Nichttaucherinnen Michaela und Elisa genießen derweil ihre Zeit an Land, indem sie sich das komplette Welness Programm gönnen: Peeling, Ganzkörpermassage, …

Freitag, 18. Oktober 2019
Heute müssen wir auf Leonie verzichten. Sie liegt mit Schüttelfrost im Bett, fühlt sich nicht wohl.

Wir fahren mit dem Boot zum Abu Hashish. Anfangs sollte hier ein Drifttauchgang stattfinden, doch wir haben umdisponiert. Laura hat ihre Seekrankheit überwunden und hüpft fröhlich auf dem Boot herum. Die Vorfreude auf ihren ersten Tauchgang im Roten Meer strahlt nur so aus ihr heraus. Unglaublich, was wir alles zu sehen bekommen: Einen Blaupunkt-Rochen, eine Muräne, einen Flötenfisch und natürlich unzählige kleine bunte Fische.

Für den zweiten Tauchgang steuern wir Ras Diba Pinacle an. Erneut darf Erik seine Gruppenführungsfähigkeiten beweisen. Zusammen mit Marius, Nikolas und Ollo kommen sie zumindest zu einem der beiden Pinacles. Doch dafür begegnen sie einer großen Muräne, die in einem Felsenloch auf sie wartet.

Samstag, 19. Oktober 2019
Sharm Rashee Pinacle

Auf die Dauer erschlagen einen Taucher diese vielen Farben unter Wasser. In deutschen Seen haben wir eine Farbe, grün, das reicht völlig aus. Immer nur bunte Korallen, Fische, Sichtweiten weit über 3 m hinaus, nee, nee, nee, das hält man doch nicht aus… oder doch?

Ras Abdala

„Normalerweise kommt die Strömung von Norden“, sagte unser Guide… diesmal nicht. Der Hinweg gestaltete sich ausgesprochen einfach, doch zurück zum Boot durfte sich die Tauchgruppe ganz schön abstrampeln. Gut, dass wir alle regelmäßig trainieren 🙂

Sonntag, 20. Oktober 2019

El Malak

Am Tauchplatz Abu Hashish wartet eine Rettungsübung auf einzelne DTSA**-Anwärter. In Neopren und nur mit ABC-Ausrüstung dürfen sie ca. 100 m durch die Wellen schwimmen und schließlich einen bewusstlosen Taucher retten.

Das reine Retten schaffen Robert und Erik mühelos. Schwieriger wird es, den geretteten über die Leiter an Bord zu bringen. Beide sind ziemlich am Keuchen. 

Unsere beiden Nixen – Laura und Leonie – schauen feixend zu, bevor sie zum Schnorcheln ins Wasser springen.

Zur Belohnung wartet noch ein herrlicher Tauchgang auf die DTSA**-Probanden.

Montag, 21. Oktober 2019
Es ist sehr viel los, heute am Tauchplatz Abu Hashish. Wer im Korallengarten einmal falsch abbiegt, verlängert den Tauchgang unfreiwillig. Hier zeigt sich, wofür die 50 Bar Reservedruck in der Tauchgasflasche gedacht sind. Nach 64 Min. Tauchzeit kommt auch die letzte Gruppe wieder an Bord. 

Dienstag, 22. Oktober 2019
Schon wieder ist eine Woche und damit auch schon bald die Vereinsfahrt zu Ende.

Wir packen die gespülte und (fast) trockene Ausrüstung ein und bedanken uns bei Menem, dem Chef von Piano Divers

Wir dürfen zwar nicht mehr tauchen, aber das Meer lockt uns. Schnell schnappen wir die ABC-Ausrüstung, um im Hausriff zu schnorcheln. 

Elisa freut sich über den Blaupunkt Stachelrochen, der sich im Sand versteckt. 

Leonie entdeckt dabei sogar 2 Krokodilfische. 

Fazit von Marius: „Wir hatten nicht nur erfolgreiche Übungstauchgänge für Brevet, sondern können auch den 600. TG von Christel am 19.10. Und von Viola den 200. TG am 21.10. feiern.“

Heimreise
Die Koffer und Taschen sind gepackt und warten auf den Bus, der uns zum Airport von Hurghada bringt. 

Während des Transfers gibt sich der Begleiter von TUI alle Mühe, uns mit Informationen zu versorgen. Die Warnung vor den Gepäckträgern am Flughafen ist berechtigt. Elisa hat dennoch keine Chance sich allein einen Gepäckwagen zu holen. 5 EUR Trinkgeld fordert der junge Mann… er bekommt etwas weniger und prompt lässt er uns stehen. 

Sicherheit wird hier sehr groß geschrieben. Zum Glück hat diesmal niemand aus unsere Gruppe Schmauchspuren an Kleidung oder Körper. Eine Tauchlampe muss noch einmal genauer in Augenschein genommen werden, der Rest passiert die Sicherheitskontrollen ohne Probleme.

Nach der Passkontrolle fordert doch tatsächlich ein Sicherheitsangestellter Geld von einigen: „You have tip? Give me money!“
Ganz schön frech! Er bekommt nichts…

Während wir auf unseren Heinflug warten, bekommen einzelne ein wenig Hunger. Die Preise am Flughafen sorgen schnell dafür, dass ihnen der Appetit wieder vergeht.

Überpünktlich besteigen wir das Flugzeug. Nach knapp viereinhalb Stunden landen wir gegen 23:10 Uhr wieder in Paderborn. Schnell noch mal Drücken und Verabschieden, dann trennen sich unsere Wege.

Allen Beteiligten hat die Vereinsfahrt sehr gefallen. Hier passte einfach das Gesamtkonzept. Alle kamen gut miteinander aus, genossen angenehme Abende zusammen in der Hotelbar. Wir haben viel erlebt, über und unter Wasser.

Ollo Heß


Und das sagen unsere Nixen
Jeden Morgen früh aufstehen zu müssen, und das in den Herbstferien, war schon schmerzhaft.
Aber als Belohnung dafür warteten viele schöne bunte Fische auf uns unter Wasser. Unglaublich diese Korallen.
Auf dem Boot sind alle super hilfsbereit und nett zu uns gewesen. Manchmal war es ja gar nicht so einfach, bei dem schaukelnden Schiff, die Ausrüstung zusammen zu bauen, oder nach dem Tauchen bei den Wellen wieder aus dem Wasser zu kommen.
Wir sollten wegen des Stickstoffs ja immer nur einen Tauchgang pro Tag machen. So hatten wir auch Zeit für uns, konnten mal Schnorcheln, oder einfach in den Wellen planschen.

Das Hotel hat uns ebenfalls gut gefallen.
Laura: „So ein großes Zimmer für mich allein.“
Leonie: „Ja, und ich hab in der Sonne Volleyball gespielt!“

Ob es uns gefallen hat? Ja, ja, ja… 🙂

Leonie Polnau und Laura Heß


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Tauchausflug der Padertaucher zum Grevelinger Meer nach Scharendijke – 12. – 14.07.2019

„Schön, dass Nina alles für ein ausgedehntes Tauchwochenende am Grevelinger Meer organisiert hat“, freut sich Heiner auf unserem Weg in die Niederlande. Trotz seiner über 1.000 Tauchgänge, die ihn schon zu den schönsten Tauchspots weltweit geführt haben, ist es auch für ihn der erste Tauchgang im Grevelinger Meer.

Nina kommt aus Mühlheim und studiert aktuell in Paderborn, worauf die Padertaucher in den Genuss einer weiteren qualifizierten und engagierten Tauchlehrerin kommen. Der Mühlheimer Tauchclub fährt regelmäßig zur Tauchausbildung in die Niederlande. Dadurch kennt Nina die Tauchplätze wie ihre Studentenwohnung.

Unser Basislager ist im „De Kabbelaar“ direkt im Hafen von Scharendijke. Die Unterbringung in Mehrbettzimmern ist einfach, die Tauchinfrastruktur lässt aber keine Wünsche offen. Als wir ankommen ist das Zimmer noch nicht frei, also erst einmal tauchen. Ecki ist mit seinem Wohnmobil angereist und begleitet uns.

Wir ziehen uns direkt in der „Bais“ um und gehen von dort die 100 m zum Steg schon in kompletter Ausrüstung.

Unterwasser tobt das Leben
Der Betreiber vom „De Kabbelaar“ hat einige „Reefballs“ als künstliches Riff versenkt um Flora und Fauna einen attraktiven Lebensraum zu schaffen. Die Treppe ist flach, unterwasser aber zunehmend glitschig, wir gleiten ins Wasser und müssen erst einige Meter schwimmen, bis wir abtauchen können. Unterwasser tobt das Leben, überall Krabben zwischen dem ausgedehnten Algenbewuchs, Schwämme, Seesterne, Seescheiden, Muscheln und Anemonen bekommen wir vor die Maske.

Das Grevelinger Meer ist durch einen Damm vor Scharendijke von der Nordsee abgetrennt, dadurch werden die Gezeiten reguliert, in Scharendijke gibt es keinen Tidenhub und es mischt sich Salz und Süßwasser zum sogenannten Brackwasser.

Nach unserem ersten Tauchgang trudeln nach und nach weitere Padertaucher ein und wir planen den nächsten Tauchgang am Tauchplatz „Den Osse Kerkweg“. Die Infrastruktur mit öffentlichen Münzfüllanlagen und sogar warmen Münzduschen lockt viele Taucher an. Vom Parkplatz ist es nicht weit bis zum Wasser, wenn man nur nicht immer vorher den Deich überwinden müsste.

Überall Hummer
Im Wasser ein ähnliches Bild wie vorher, viel Bewuchs und Diversität, hier noch viel mehr, überall sehen wir Hummer und auch eine kleine Gruppe Rippenquallen, die in allen Regenbogenfarben das Licht unserer Tauchlampen reflektieren.



Nach dem Tauchgang beschließen wir den Tag im direkt am Parkplatz gelegenen Restaurant mit leckeren Kibbelings und Süßkartoffel Pommes Frites.

Die Tauchgänge vom Strand sind einfach, wir hatten eine deutliche Sprungschicht bei 12 m, darunter war das Wasser dunkel, klar und kalt. Der Bewuchs lässt dann auch schnell nach und es gibt nur noch Sand und Schlick. An der Wasseroberfläche hatten wir im Juli ca. 20°C. Leider war die Sicht auf nur wenige Meter beschränkt, wahrscheinlich durch den starken auflandigen Wind, der das ganze Wochenende herrschte.

Die Reefballs werden von den Pflanzen und Tieren dankbar angenommen, dadurch gibt es im Bereich der künstlichen Riffe sehr viel zu sehen. Fotografieren war aufgrund der vielen Schwebteilchen eine Herausforderung, Makroaufnahmen waren gut möglich.

Müde fiehlen wir in unsere Stockbetten und träumten von ….

Ausgeschlafen und durch ein ordentliches Frühstück gestärkt, wollten wir uns den Tauchplatz in Scharendijke genauer anschauen. Es war immer noch sehr windig und die Sichtweite lag bei nur etwas mehr als 1 m. Anscheinend waren auch die Schleusentore geöffnet, es zog uns beständig Richtung Damm. Direkt neben dem Tauchgebiet ist Fischereizone und wir stießen auf eine ca. 30 m lange Reuse, welche schon voller Krabben und Krebse war. Das erklärt natürlich warum beim „Kerkweg“ viel mehr Tiere zu sehen sind. Während wir uns die Zeit Unterwasser mit Fotografieren vertrieben haben, waren andere Taucher mit Ausbildung beschäftigt. Es wurden Orientierungs- und DTSA**-Übungen an diesem Wochenende abgenommen.

Bis auf diesen Plattfisch, haben wir nur wenige Fische gesehen. Ansonsten ist der Tauchplatz berühmt für die Franzosendorsche, vielleicht beim nächsten Mal.

Abends ging es dann in ein Restaurant zum Muschelessen und wir tauschten uns über unsere Tauchgänge und Eindrücke aus. Das Highlight war der kurze Besuch eines Seehundes bei einem der Tauchgänge.

Am nächsten Morgen haben wir uns vorgenommen zu dem großen Schubleichter zu tauchen. Alle Unterwasserattraktionen sind mit Bojen an der Oberfläche gekennzeichnet. Dadurch kann man sich schon Überwasser gut orientieren und die Entfernungen vor dem Tauchgang einschätzen. Das Wrack liegt weit draußen und es ist schon eine gute Strecke dorthin zu paddeln. Das Deck im Heckbereich ist in 24 m Tiefe. Das Deck ist von einer dicken Sedimentschicht bedeckt. Die Ladeluken sind offen. Der Strahl unser Tauchlampen reicht nicht bis auf den Boden des Laderaumes. Der Kahn hat eine ansehnliche Größe von über 50 m und ist komplett bewachsen. Allerdings ist bei unserem Besuch keine Fauna zu sehen. Aufgrund der Tiefe und Entfernung machen wir uns auf den Rückweg zum Ausstieg.

Damit endet ein interessantes Tauchwochenende in Zeeland und wir machen uns auf den Heimweg nach Ostwestfalen.

Fotos: Marius Schuff

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